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21 - 23 April 2010 Schwarzwaldallee 200 4058 Basel
Ana Maria Rodriguez
Ana Maria Rodriguez wurde in Buenos Aires (Argentinien) geboren. Sie studierte Geschichte und Philosophie an der Universidad de Buenos Aires sowie Komposition und Klavier an der Universidad Catolica de Buenos Aires.1990 folgte Sie einer Einladung an das Phonos Studio Barcelona, wo sie zwei Jahre lang elektronische Musik und algorithmische Komposition studierte. 1993 nahm Ana Maria Rodriguez die Einladung der GMD St. Augustin - heute eine Abteilung der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung - für die Entwicklung mehrerer Audio-Projekte im Fachbereich »Künstliche Intelligenz« an. Seit dieser Zeit lebt und arbeitet sie vorrangig in Deutschland. Zuerst in Köln, wo sie gemeinsam mit Klarenz Barlow die Gimik (Musik und Informatik Köln) von 1996 bis 2000 leitete. Da die Berliner Klangkunst- und Echtzeitmusikszene eine große Faszination auf sie ausübte, zog Sie nach Berlin. Der Einfluss dieser beiden Musikrichtungen sind in Ana Maria Rodriguez' Werken deutlich zu spüren: viele ihrer Kompositionen beziehen den Raum als Parameter ein und /oder bieten den Musikern einen hohen Grad an Interpretationsmöglichkeiten. Als sie 2004 begann, die Live-Elektronik ihrer Werke nicht aus dem “off" sondern als Interpretin gemeinsam mit den Musikern auf der Bühne zu realisieren, setzte sie den Dispositiv aus Komponist, Interpret und Aufführungssituation überraschend neu. Thematisch hat sich Ana Maria Rodriguez immer wieder mit der in das technologische Umfeld eingebundenen Beziehung zwischen Komponist und Interpret befasst. Dieses Grundanliegen wurde von ihr allerdings in den letzten Jahren immer wieder modifiziert. Ihre letzten Arbeiten kreisen um einen neuen Schwerpunkt, der mit der Relation aus Poesie und Technologie beschrieben werden kann. Diese Beziehung meint nicht nur im konkreten Sinne die kompositorische Verwendung von Text, Poesie und literarischen Vorlagen, sondern im abstrakteren Feld das musikalische Nutzen der technologischen Mittel für einen in der Poesie angelegten Perspektivreichtum. Sie findet oft frappierende Wege, das Mischungsverhältnis aus instrumentalen, konkreten und synthetischen Klängen neu zu bestimmen und auszubalancieren. Ana Maria Rodriguez hat immer wieder mit Künstlern verschiedener Genre zusammengearbeitet. Sie realisierte gemeinsame Projekte mit den Videokünstlern Melita Dahl, Andreas Köpnick, Steffi Weisman und dem Lyriker Ron Winkler. 2005 gründete sie das Ensemble Les Femmes Savantes. Die Kompositionen von Ana Maria Rodriguez wurden auf zahlreichen internationalen Festivals vorgestellt, so z.B. Donaueschinger Musiktage 2001/2004, Transmediale Berlin, Musik des 20. Jahrhunderts Saarbrücken, MaerzMusik 2003/2004, Musique Action Vandoeuvre Nancy, Wiener Festwochen, Wittener Tage für neue Kammermusik, Kontraste Festival Österreich, Carnegie Hall NYC und Chiffren Festival 2010 in Kiel. Ana Maria Rodriguez ist mit zahlreichen Veröffentlichungen und Seminare zum Thema »Musik und Technologie« hervorgetreten. (Maria del Carmen Medina)
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